In unserem Magen beginnt der Eiweißstoffwechsel, denn mithilfe des Enzyms Pepsin wird das Eiweiß verdaut. Die Hauptarbeit leistet hierbei der Dünndarm, der ca. nach 10 bis 20 Minuten nach der Nahrungsaufnahme die Enzyme Peptidasen produziert. Der Dünndarm arbeitet so lange, bis das gesamte Eiweiß aus unserem Darm entfernt wurde. Nur ca. 10 % der Eiweiße erreichen den Dickdarm, der Rest wird durch den Stuhl ausgeschieden.
In der tierischen oder pflanzlichen Nahrung, die wir aufnehmen, wirken unterschiedliche Eiweiße. Durch Aminosäuren werden diese Eiweiße zusammengesetzt. Unser Körper benötigt 20 unterschiedliche Aminosäuren. 12 von diesen Aminosäuren kann unser Körper selbstständig aufbauen. Diese werden auch als nicht-essenzielle oder entbehrliche Aminosäuren bezeichnet. Die restlichen 8 essenziellen und unentbehrlichen Aminosäuren müssen wir mit der Nahrung aufnehmen.
Diesen Satz hat wohl jeder von uns schon mindestens einmal gehört. Doch Hand auf`s Herz, wer von uns hat ihn je wirklich ernsthaft beherzigt? Viele von uns schlingen in der Hektik des Alltags ihre Mahlzeiten hinunter. In Zeiten von Fast Food, zu kurzen Mittagspausen und stressigem Alltag, nehmen wir uns immer weniger Zeit für unsere Mahlzeiten.
Die Folge sind Verdauungsprobleme, Völlegefühl und auch Magenbeschwerden. Langsames Essen und gründliches Kauen sind wichtig für unsere Verdauung und unser Wohlbefinden. Kaut man jeden Bissen 30-mal, dann beginnt der Verdauungsprozess bereits im Mund. Während des Kauens werden Enzyme freigesetzt, diese haben die Aufgabe komplexe Kohlenhydrate zu spalten. Die gut gekaute Nahrung, die in unserem Mund einem Speisebrei gleicht, kann in dieser Form optimal verdaut werden.