Gluten – viele vertragen es nicht! Was tun?

Bauchweh durch eine AllergieZunehmend mehr Deutsche glauben, dass Gluten ihnen schadet. Obwohl oftmals nie eine richtige Diagnose gestellt worden ist, greifen sie trotzdem zu teuren Produkten ohne das sogenannte Klebereiweiß. Viele Mediziner warnen hier jedoch vor voreiligen Schlüssen. Beispielsweise vertragen manche Menschen kein Brot und oftmals leiden Sie an einer Zöliakie. Hier wehrt sich das Immunsystem des Körpers gegen das Gluten, dass in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel enthalten ist. Bei anderen ist es aber die sog. Weizenallergie, das ist wiederum eine Überreaktion des Immunsystems.

In Deutschland leiden ca. 400.000 Menschen an Zöliakie, häufig bleibt sie aber unbemerkt. Die Symptome können vielfältig sein: Durchfall, Gewichtsabnahme, Eiweißmangel, Nachtblindheit und Knochenerweichung, manchmal kann es aber auch nur eine versteckte Blutarmut sein. Die Weizenallergie macht sich mit Durchfall, Anschwellen der Mund-und Rachenschleimhaut oder krampfartigen Bauchschmerzen bemerkbar.

Vermehrt haben auch Menschen diese Symptome, ohne an eine der beiden Krankheiten zu leiden. Hier kann es sich um eine Glutensensivität handeln. Es wird dabei vermutet, dass Stoffe, die der Weizen zur Schädlingsabwehr produziert, dafür verantwortlich sind. Aber es ist sehr oft äußerst schwierig das herauszufinden. Meistens versuchen es Patienten beispielsweise mit einem Ernährungstagebuch, doch bis heute gibt es aber keine spezifischen Laborwerte oder Marker.
Hinzu kommt das Geschäftsgebaren, dass heute einige Firmen an den Tag legen. Da die glutenfreien Produkte weitaus teurer sind als die herkömmlichen, werben diese Firmen mit den Aussagen, dass diese Produkte helfen. Je mehr daran glauben, umso mehr steigen die Umsätze, logisch. Wenn es einem mit glutenfreien Produkten jedoch besser geht, ist das zumindest aus medizinischer Sicht nicht schädlich, nur teurer als evtl. nötig.

Aber es ist eben nicht einfach immer die richtige Diagnose zu stellen, manchmal wird beispielsweise ein Reizdarm diagnostiziert, weil eine Zöliakie bisher nicht entdeckt wurde. Es gibt sehr viele solcher Beispiele, denn es ist nicht leicht, eine genaue Situation zu schaffen. Bei der Zöliakie ist es noch einfach, bei Weizenallergie wird es schon schwieriger. Und die Glutensensivität kann man bis heute nicht durch einfache Untersuchungen nachweisen. Also bleibt nichts anderes übrig als einige Zeit auf Nahrungsmittel mit Gluten zu Verzichten. Gehts es Ihnen dann besser, ist das schon einmal ein erster Indikator für Sie und Ihren Hausarzt.

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