Vorsicht bei Gemüse – Erst die richtige Zubereitung macht sie gesund!

tomatenTomaten, Bohnen, Kartoffeln sind nicht von Natur aus gesund, sogar giftig. Erst die richtige Zubereitung macht sie verträglich. Das rührt daher, dass bei ihnen im Laufe der Evolution eine Menge Waffen gegen Käfer, Schnecken und Mäuse, ihre Fraßfeinde, entwickelt worden ist. Manche dieser Stoffe sind für Menschen giftig. Wer hätte das gedacht?

Da veröffentlicht der Verband für unabhängige Gesundheitsberatung Tipps, worauf dabei zu achten ist. Bei den Kartoffeln ist es so, dass sie zwar reich an Nährstoffen sind, aber auch das Gift Solanin enthalten. Diese Substanz liegt allerdings in einer einwandfreien Kartoffel in so geringer Menge vor, dass für Menschen keine Gefahr besteht. Doch in den grünen Stellen, die sich unter Lichteinfluss bilden, sowie in den Keimen und deren Ansatzstellen, den Augen, kann sich diese Substanz so stark anreichern, dass es Probleme geben kann. Auch in oder direkt unter der Schale ist der Solaningehalt etwas höher. Das Gift kann Übelkeit, Erbrechen oder in schweren Fällen sogar eine Nierenentzündung hervorrufen. Solanin ist hitzebeständig, es wird beim Kochen nicht zerstört und geht nur teilweise ins Kochwasser über.

Was raten da die Experten: Kartoffelvorräte dunkel und kühl lagern oder nur kleine Mengen zum Verbrauch kaufen. Einzelne grüne Flecken oder Keime beim Schälen großflächig ausschneiden. Wenn mehrere Stellen da sind, besser die Kartoffel wegwerfen. Tomaten enthalten ebenfalls Solanin. Sie gehören wie Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen. Mit der Reife nimmt der Gehalt ab und ist in roten Tomaten unproblematisch. In der Sorte grüne Tomaten ist der Solanin-Gehalt reduziert. Da raten die Fachleute: Tomaten nur reif essen. Den Strunkansatz braucht man nicht zu entfernen, dort ist der Solaningehalt gering. Von Chutneys oder Marmeladen aus grünen Tomaten am besten nur wenig essen. Frisch von den grünen Sorten nur höchstens ein bis zwei Stück verzehren.

Bohnen, Linsen und auch andere Hülsenfrüchte können roh giftig sein, da sie Lektine in unterschiedlichen Mengen enthalten können. Diese Stoffe können beispielsweise eine Darmentzündung auslösen oder bewirken, dass die roten Blutkörperchen verklumpen. Dadurch wird der Sauerstoff und der Nährstofftransport behindert. Da genügen schon wenige, um eventuell Beschwerden zu verursachen. Lektine werden durch genügend langes Kochen zerstört. Was sagen die Ernährungswissenschaftler: Gekocht sind Hülsenfrüchte ein gesundes Lebensmittel. Zumal ihre Nährstoffe hitzebeständig sind. Frische Bohnen beispielsweise immer mindestens 10 bis 15 Minuten kochen. Beim Keimen sinkt der Lektingehalt. Trotzdem sollte man etwa gekeimte Mungobohnen nur sparsam verwenden, etwa einen Esslöffel als Garnitur auf Frischkost.

Gesunde Grüße
Sandra Marcel
Hot-Fit Redaktion

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