Stretchen – wie, weshalb & wofür?

strechingDas Stretching stellt einen überaus wichtiger Aspekt des Sports dar und grundsätzlich sollte vor jeder sportlichen Aktivität ein intensives Stretchen der Muskeln, Sehnen und Bänder durchgeführt werden. Die Stretching-Übungen richten sich hierbei grundlegend nach der Art der sportlichen Betätigung und der Muskulatur, die hierbei beansprucht wird. Doch sollte der Schwerpunkt des Stretchings nicht ausschließlich auf die bei der jeweiligen Sportart am meisten beanspruchten Körperregionen gelegt werden, da beispielsweise ein Tennisspieler zwar hauptsächlich seinen Schlagarm und die hierfür benötige Schulter- und Armmuskulatur einsetzt, jedoch in der Regel beim Tennis zudem die Muskeln der Beine stark beansprucht werden. Auch nach dem Sport wird von vielen Sportwissenschaftlern und Sportmedizinern ein sanftes Stretching empfohlen, da sich hierdurch die Muskeln, Bänder und Sehnen nach der intensiven Belastung durch den Sport wieder sanft entspannen.

Das Stretching beugt grundsätzlich zahlreichen Verletzungen der Muskeln und Sehnen vor, wie beispielsweise schmerzhaften Zerrungen, Bänderüberdehnungen und auch Muskelfaserrissen. Zudem wird durch ein regelmäßig durchgeführtes Stretching die Beweglichkeit effektiv erhöht, was beispielsweise sehr schön an den verschiedenen Kampfsportarten, wie Karate, Kickboxen oder Taekwondo veranschaulicht wird. Langjährige Kampfsportler sind zumeist in der Lage, sehr hohe Tritte und Sprünge durchzuführen, die nur durch ein regelmäßiges Stretchen der Muskeln möglich sind.

Das Stretching, häufig im Volksmund auch als Dehnungsübungen bezeichnet, kann ohne Probleme in das Aufwärmtraining vor dem Sport integriert werden. Grundsätzlich sollte sowohl die Intensität als auch der zeitliche Rahmen des Stretchings sehr langsam gesteigert werden, um die Bänder, Muskeln und Sehen nicht unnötig durch das Dehnen zu gefährden. Ein weiterer klarer Vorteil des regelmäßigen Dehnens stellt die hierdurch geförderte Beweglichkeit der Gelenke dar. Zudem wird durch regelmäßiges Stretching auch das Bindegewebe effektiv gestärkt.

Für das effektive Stretching finden sich zwei grundlegende Möglichkeiten, welche häufig als „statisches Halten“ und „dynamisches Wippen“ bezeichnet werden. Bei dem statischen Halten werden bestimmte Positionen eingenommen, durch welche das Dehnen der Muskeln, Bänder und Sehnen erfolgt. Diese Positionen werden für einen bestimmten Zeitraum, wie die Bezeichnung dieser Methode bereits vermuten lässt, statisch gehalten. Hingegen wird bei dem dynamischen Wippen die Dehnung durch ein sanftes (!) überschreiten des Bewegungsgrenzbereichs ermöglicht. Doch sollte hierbei mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden, um diesen Grenzbereich nicht all zu sehr zu überschreiten, da hierdurch wiederum Verletzungen entstehen können!

Für welche Art des Stretchings sich der Sportler entscheidet, hängt von seinen eigenen, körperlichen Gegebenheiten, der durchgeführten Sportart und zu guter Letzt von den persönlichen Vorlieben ab. Keine dieser beiden Methoden kann daher als besser oder schlechter bezeichnet werden und selbstverständlich lassen sich die beiden Stretching-Methoden auch sehr gut miteinander kombinieren.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hey, danke für diesen Artikel.
    Ich dehne mich zwar regelmäßig vor dem Training aber ich wusste nicht dass es SO wichtig ist. Gerade der Aspekt mit dem Bindegewebe ist für Frauen extrem wichtig 😉

  2. Die Meinungen gehen natürlich bei dem Thema wie immer extrem auseinander. Es ist letzendlich nicht ganz geklärt ob stretching eine vorbeugene Wirkung gegen Verletzungen hat – Lockeres Aufwärmen tut es da auch. Was die Gelenkigkeit angeht geben ich dem Autor recht, dafür ist Streching gut geeignet, da die Muskelfaser, Bänder, Sehnen etc. massive gedeht werden und dadurch eine höhere Flexibilität erhalten.

    Am Ende muss jeder für sich selber wissen, ob und inwieweit stretching für ihn relevant ist und ob er es mag oder nicht.

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