Aphrodisiaka – Die Macht der Liebe wecken

Mann und Frau„Vermahle Schamhaare, Bocksperma, Melissenöl und duftendem Baumharz zu einer feinkörnigen Masse und vermische sie anschließend mit sechs getrockneten Tausendfüßlern und der Asche einer gerösteten Eidechse. Nach sieben Tagen und Nächten Ruhe im Heuhaufen, destilliere den Trank. So wirst du einen magischen Trunk erhalten, der den Widerstand deines Liebsten bricht und seine Liebe zu dir weckt.“ So lautet das Rezept für einen Liebestrank aus dem frühen Mittelalter. Zugegebenermaßen – an der Wirksamkeit dieses Trankes darf gezweifelt werden. Fest steht aber, dass der Mensch seit jeher fast alles versucht hat, um die Macht von Liebe und Lust zu wecken und zu beherrschen.

Liebestrank, Verführungskunst und Potenzzauber

Die Liebe ist die Stärkste Macht der Welt – das wusste schon Mahatma Gandhi. Und die Liebe ist vielfältig: Ob romantische Gefühlsexplosion, erotische Verführung oder lustvolle Steigerung des sexuellen Vergnügens – für fast jede Facette der Liebe wurde bereits das passende Mittel erfunden.

Schon unsere frühesten Vorfahren versuchten mit Steinskulpturen von üppigen Frauenkörpern oder riesenhaften Phallussymbolen offensichtlich die Götter der Fruchtbarkeit zu wecken. Aus dem Mittelalter sind sogar ganze Buchbände an unterschiedlichsten Zaubertränken, Sprüchen und magischen Handlungen, die Liebe und Lust wecken sollten, überliefert. Von Voodoo über Tantra bis hin zu modernen Ansätzen gibt es eine schier unerschöpfliche Anzahl verschiedener mehr oder weniger zauberhafter Ansätze, die helfen sollen, die Kontrolle über Lust und Liebe zu erlangen.

Aphrodisiaka – zwischen Legende und Wirksamkeit

Während Zaubersprüche und ähnliches in der heutigen Zeit nahezu ausgedient haben, sind die nach der griechischen Göttin der Liebe und Schönheit, Aphrodite, benannten Aphrodisiaka in der aktuellen Gesellschaft weit verbreitet und auch akzeptiert. Bei einem Aphrodisiakum handelt es sich um ein Mittel, das das Libido anregen, also sexuelles Verlangen steigern soll. Hierbei geht es weniger um romantische Liebe, sondern vielmehr um körperliche Anziehung und die pure Lust. Besonders beliebt sind hier bestimmte Nahrungsmittel, denen eine luststeigernde Wirkung zugeschrieben wird, aber auch Gewürze, Duftstoffe, Medikamente und Drogen werden zu diesem Zweck eingesetzt.

Die Form macht die Lust

Ob eiweißreiche Austern, phallusförmiger Spargel oder pralle Kirschen – besonders Nahrungsmittel erhalten das Attribut als Aphrodisiakum vor allem aufgrund ihrer besonderen Erscheinungsform. Und interessanter Weise können die Erwartungen oft trotz offensichtlichem Fehlen echter Wirkstoffe erfüllt werden.

Der Grund ist hier ein ganz einfacher: Lust entsteht hauptsächlich im Kopf. Demnach kann der Anblick einer prallen roten Frucht tatsächlich stimulierend auf das Lustzentrum wirken. Auch Lebensmittel wie Schlagsahne, Honig oder beispielsweise auch Schokolade können allein dadurch, dass sie als besonderer Genuss betrachtet werden, durchaus das Kopfkino starten und das Lustempfinden steigern – ausschlaggebend ist vor allem der erotische Symbolcharakter.

Ein in den Augen der westlichen Welt eher tragischer Auswuchs dieser formbedingten Attribution als sexuelle Stimulanz, zeigt sich auf dem asiatischen Markt: Hier sollen zum Beispiel die phallusförmigen Auswüchse von Nashörnern oder Tigerhoden traditionell für mehr Lust sorgen – ein fataler Irrglaube, der einige bedrohte Tierarten immer näher an den Rand des Aussterbens bringt. Besonders tragisch ist das, weil auch diesen Methoden der Luststeigerung keinerlei echte Wirkung nachgewiesen werden kann. Dabei gäbe es durchaus wirkungsvolle und dennoch naturnahe Alternativen.

Natürliche Lustmacher für Jedermann

Es gibt sie wirklich, die echten Aphrodisiaka, deren Wirkung tatsächlich auch wissenschaftlich nachvollzogen werden kann. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Gewürze: Speziell scharfe Gewürze bringen den Körper auf Touren, eine stärkere Durchblutung wiederum kommt auch den Geschlechtsorganen zugute, die sowohl beim Mann als auch bei der Frau für den Geschlechtsakt eine gesteigerte Blutzufuhr benötigen. Dazu kommt, dass einige Gewürze, beispielsweise die Vanilleschote, eine besondere Art Lustmacher enthalten: Pheromone.

Pheromone – natürliche Verlockung durch synthetische Sexuallockstoffe

Pheromone sind die natürlichen Sexuallockstoffe, die Insekten, aber auch Säugetiere ausströmen, wenn sie fruchtbar sind. Sie können von Gleichartigen unterschwellig wahrgenommen werden und eine vermehrte Zufuhr von Pheromonen hat in empirischen Untersuchungen ein gesteigertes Attraktivitätsempfinden nach sich gezogen und sexuelle Bereitschaft geweckt.

Dabei muss schon lange nicht mehr auf die eher schwache Pheromon-Konzentration in natürlichen Aphrodisiaka vertraut werden: Versierte Forscher haben längst begonnen, die menschlichen Sexuallockstoffe synthetisch herzustellen und in verschiedensten Produkten weiter zu verarbeiten. Verschiedene Hersteller, wie beispielsweise auch Andro Vita (finden Sie im Onlineshop Gesund24h.de im Angebot), vertreiben mittlerweile hochwertige Produkte mit einer hohen Pheromon-Konzentration, die sich als Körperspray oder auch als Stylingprodukt angewendet positiv auf die sexuelle Anziehungskraft ihres Verwenders auswirken kann.

Medikamente und Drogen

Während Pheromone allerdings eher subtil wirken, können mit Medikamenten und Drogen deutlich extremere Wirkungen erzeugt werden – allerdings oft auch auf Kosten der Gesundheit. Bekannte Medikamente, wie beispielsweise die bekannten blauen Pillchen, werden bei sexuellen Störungen eingesetzt, haben aber keine direkte luststeigernde Wirkung, sondern beheben lediglich körperliche Probleme, die der Ausübung von befriedigendem Sex im Wege stehen. Damit gehören sie nicht zu den Aphrodisiaka im eigentlichen Sinne. Andere Substanzen aber, wie zum Beispiel Amphetamine, Alkohol und ähnliches, wirken sich tatsächlich auf das Lustempfinden aus. Sie entspannen, senken die Hemmschwelle und steigern das sexuelle Vergnügen. Zu Empfehlen ist die Anwendung dieser Substanzen allerdings dennoch nicht: Die meisten dieser Substanzen machen mehr oder weniger schnell abhängig und haben auch andere gesundheitsschädigende Nebenwirkungen.

Um dennoch sexuelle Unlust wirksam behandeln zu können, entwickeln Pharmazeuten Medikamente, die verschiedene Hormone und Inhaltsstoffe kombinieren, die auf das Lustzentrum wirken und sexuelles Verlangen auslösen. Allerdings muss hier klar gesagt werden, dass es kein einheitliches „Lust-Medikament“ gibt. Vor allem bei Frauen sorgen  die Zyklus-bedingten Hormonschwankungen dafür, dass sich eine Medikation als schwierig erweist. Auch muss hier stets bedacht werden, dass der Hormonhaushalt eines Menschen äußerst empfindlich ist und durch unbedachtes Handeln leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann: Durch eine unsachgemäße Lust-Behandlung kann unter Umständen also sogar das komplette Gegenteil bewirkt werden.

Die ewige Suche nach Lust und Liebe

Die Suche nach Mitteln, die Liebe und Lust wecken, ist so alt wie die Menschheit selbst. Durch wissenschaftlichen Fortschritt und menschliche Neugierde scheint das Ziel, letztlich die Kontrolle über das Ur-Bedürfnis nach Leibeslust zu erlangen, stetig näher zu rücken. Doch letztlich, kurz bevor es greifbar wird, ist das Geheimnis von Lust und Liebe noch jedes Mal entwischt. Und eigentlich ist es auch gut so: Denn letztlich ist es doch gerade im Spiel von Sex und Erotik manchmal sogar sehr schön die Kontrolle zu verlieren und kleine Geheimnisse zu bewahren…

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / Yuri

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