Blutwurz – kaum bekanntes Arzneimittel

blutwurzDie Blutwurz (Pontilla erecta), auch als Aufrechtes Fingerkraut oder Tormentill bekannt, gehört zu den Rosengewächsen. Sie wächst an lichten und feuchten Stellen im Wald, wo ihre schönen, kleinen goldgelb leuchtenden Blüten ins Auge fallen. Sie verrät ihren Namen, wenn man den frisch ausgegrabenen Wurzelstock durchschneidet: Der Querschnitt färbt sich dann rot und offenbart den Zusammenhang mit menschlichem Blut. Und in der Wurzel liegt die ganze Heilkraft: In dem knotig verdickten, oft horizontalen im Erdboden gelegenen, harten Rhizom, an dem die vielzähligen Würzelchen hängen.

Bis zu einem Viertel der im Wurzelstock gespeicherten Substanzen bestehen aus Gerbstoffen. Damit gehört die Blutwurz neben grünem Tee, Rhabarber oder Eichen und Kastanien zu den gerbstoffreichsten Pflanzen. Gerade die Eigenschaften der Gerbstoffe: Eiweiß zu fällen, bakterien- und entzündungshemmend sowie blutstillend zu wirken, verhalfen der Blutwurz schon im Mittelalter zu hohem Ansehen. Sie wurde bei Erkältung, Fieber, Erbrechen, aber vor allem bei Durchfällen (Ruhr) und Cholera eingesetzt. Außerdem half sie bei der Wundheilung und ist auch in der Lage, kleine Blutungen zu stillen.

In der heutigen Medizin ist die Blutwurz sehr geachtet. Sie ist ein wertvolles, pflanzliches Arzneimittel, weil ihre Wurzelstock-Auszüge bei Magen- und Darmentzündungen sowie bei leichten Durchfällen eine gute Wirkung haben. Sie wird unter anderem auch bei einer Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut sehr empfohlen.

Gesunde Grüße
Sandra Marcel
Hot-Fit Redaktion

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