Das Meer als Medizin

Als Urlaubsmittelpunkt ist das Meer nach wie vor sehr beliebt. Strände sind Sehnsuchtsorte, die letzten Paradiese auf Erden. Doch woher kommt die große Anziehungskraft eigentlich? Das haben sogar Wissenschaftler der Universität Paderborn erforscht. Sie erklären, dass die Anziehungskraft sich in gewisser Hinsicht aus Widersprüchlichkeit entwickelt hat. Man assoziiert das Meer gleichermaßen mit Ruhe und Energie, Sehnsucht und Aufbruch, Schönheit und Schrecken, Urgewalt und Harmonie. Für viele steht es für Freiheit und Unendlichkeit und ist ein Kontrast zur Enge des täglichen Einerleis.

Das Meer – Inspiration oder Angst?

Auch die Kunst hat in allen Jahrzehnten viele Künstler inspiriert. Besonders die Maler sind und Schriftsteller sind dem Meer verfallen. Monet wäre angeblich sogar gern unter einer Boje begraben gewesen. Doch auch abseits der Kunst spüren Forscher der Anziehungskraft des Meeres nach, sie wollen herausfinden, ob es wirklich gesund und glücklich macht. In früheren Zeiten war das Meer nicht immer friedlich, es war Kriegsschauplatz, es gab und gibt ja auch immer wieder Flutkatastrophen. Es gab Zeiten, wo die Menschen große Angst vor dem Meer hatten.

Lindernde Wirkung des Meeres

Das änderte sich erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als die Menschen anfingen, baden zu gehen und die heilende Wirkung des Meeres entdeckten. Die ersten Seebäder Europas entstanden in England, 1793 eröffnete in Heiligendamm an der Ostsee das erste deutsche Seebad. Inzwischen gibt es viele Belege für die Heilkraft des Meeres. Die höhere
UV-Strahlung etwa kann gegen Winterdepressionen helfen, das Reizklima kann das Immunsystem stärken, die pollen- und staubarme Luft ist gut für Allergiker. Linderung kann man bei Schuppenflechte, Asthma, Neurodermitis und Bronchitis finden. Von dem besonderen Klima aus Wind, Salz und Luftfeuchtigkeit profitieren Haut, Schleimhäute und Lunge. Es wird geraten direkt in der Brandungszone spazieren zu gehen, wo die Luft reich ist an Salz, Jod, Magnesium und Spurenelementen.

Schon im alten Griechenland bekannt

Dass das Meer als Medizin wirkt, wussten schon die alten Griechen. Schon Platon stellte in der Antike fest, dass das Meer alle Beschwerden wegwäscht. Übrigens, auch Zahnärzte setzen Meeresrauschen bei der Behandlung ein, es soll die Angst vor dem Bohrer nehmen.

Veröffentlicht von

Sie finden mich auch bei Google+ und Facebook.

Schreibe einen Kommentar


Bitte vor dem senden den Spamschutz lösen! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.