Das Rauchen aufhören – Tipps & Hilfsmittel

NichtraucherEs gab eine Zeit, da gehörte es zum guten Ton, bei gesellschaftlichen Zusammentreffen gemeinsam zu Rauchen: Im sogenannten Herrenzimmer wurde bei einem guten Glas Whiskey zunächst einmal eine Zigarre gepafft, und in Clubs und Bars zogen dichte Rauchschwaden durch die Luft. In Zeiten des Rauchverbotes in öffentlichen Gebäuden und an vielen anderen Orten erscheint uns dieser Rückblick skurril. Schließlich weiß heutzutage jeder, wie schädliche Rauchen ist – dennoch konsumieren nach wie vor viele Menschen täglich Nikotin und Tabakprodukte. Deshalb steht der gute Vorsatz, das Rauchen aufzuhören auch Jahr für Jahr wieder auf der Liste der beliebtesten Vorsätze für das neue Jahr. Wir verraten Ihnen, wie Sie wirklich Rauchfrei bleiben!

Nikotin – Suchtmittel und Nervengift

Im Grunde genommen gibt es zwei Gründe, aus denen Menschen am Glimmstängel festhalten: Nikotin und Gewohnheit. Das Nikotin ist bekanntermaßen ein Nervengift, das im Gehirn zahlreiche Botenstoffe ausschüttet und damit zu einer kurzfristigen Leistungssteigerung und einem vorübergehenden Glücksgefühl führen kann. Bei Menschen, die schon lange regelmäßig rauchen, kann das sogar zur Folge haben, dass der Körper weniger körpereigene Botenstoffe produziert, da die Rezeptoren durch den häufigen Nikotinkonsum „dauerbesetzt“ sind, so dass der Schein entsteht, es würden keine weiteren Botenstoffe benötigt. Dadurch kommt es dann zu Entzugserscheinungen – die allerdings schon nach wenigen Tagen wieder verschwinden, weil sich die körpereigene Botenstoff-Produktion im gesunden Organismus normalerweise schnell reguliert.

Viel problematischer ist oftmals der zweite Grund zu Rauchen: Die Gewohnheit. Denn der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier, kaum etwas fällt schwerer, als Angewohnheiten wieder loszulassen. Wer nach jedem Essen eine Verdauungszigarette raucht, wird oftmals schon den qualmenden Glimmstängel in der Hand haben, bevor er sich dessen überhaupt bewusst ist. Dazu kommt, dass man Gewohntes oft furchtbar vermisst, auch wenn man eigentlich keinen Nutzen daraus zieht – man raucht quasi aus Gewohnheit und nicht, weil man es wirklich bräuchte.

Gute Gründe, das Rauchen aufzuhören

Egal ob die eigentliche Motivation nun der Suchtstoff oder die Gewohnheit ist – jeder (Ex-) Raucher wird zustimmen, dass es nicht einfach ist das Rauchen aufzuhören. Damit es trotzdem klappt mit der Entwöhnung, sollten Sie sich zunächst ins Gedächtnis rufen, dass es viele gute Gründe gibt, mit dem Rauchen aufzuhören:

  • Rauchfrei lebt es sich gesünder: Die Lebenserwartung steigt wieder, die Menge schädlicher Stoffe im Körper reduziert sich, das Herzinfarktrisiko sinkt und viele andere positive Auswirkungen auf die Gesundheit zeigen sich.
  • Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, steigt ihre körperliche Belastbarkeit innerhalb kürzester Zeit, weil das Blut wieder mehr Sauerstoff binden kann – Sie fühlen sich fitter und können auch im Sport mehr Leistung bringen!
  • Wer nicht raucht, hat seltener mit Mundgeruch und anderen unangenehm riechenden Folgen des Glimmstängels (beispielsweise Rauchgeruch in der Kleidung oder in der Wohnung) zu kämpfen.
  • Eltern, die rauchen, sind ein schlechtes Vorbild für Ihre Kinder und schaden Ihnen durch Passivrauch – Rauchverzicht tut damit auch Ihren Kindern gut!
  • Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, sparen Sie bares Geld, das sie sonst im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft geblasen hätten.

Natürlich können die Gründe, warum jemand das Rauchen aufhört von Fall zu Fall unterschiedlich aussehen – und wohl jeder wird ihre Wichtigkeit unterschiedlich gewichten. Wenn Sie ernsthaft mit dem Rauchen aufhören wollen, schreiben Sie sich doch Ihre eigenen, persönlichen Gründe auf, weshalb Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Diese Liste kann Ihnen als Motivationshilfe dienen, wenn Sie Ihr Vorhaben schließlich in die Tat umsetzen wollen.

Denn letztlich beginnt Rauchentwöhnung im Kopf: Wenn Sie Ihr Ziel vor Augen haben, können Sie es auch erreichen.

Ein Ziel – zwei Methoden

Im Wesentlichen gibt es nur zwei Methoden, wie Sie das Rauchen aufhören können: Entweder Ad-Hoc oder durch schrittweise Reduktion. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, so dass jeder „Entwöhnungs-Willige“ selbst entscheiden muss, welche Methode für ihn am besten geeignet ist.

Das Ad-Hoc-Verfahren, bei dem Sie zu einem ausgewählten Stichtag mit sofortiger Wirkung aufhören zu rauchen, ist eine radikale, dafür aber einfache Methode. Hier wird die Motivation des Anfangs genutzt. Allerdings sind bei dieser Methode auch die Entzugserscheinungen am stärksten, da die Zufuhr von Nikotin plötzlich wegfällt. Damit Sie durchhalten, sollten Sie sich Unterstützung von Freunden und Verwandten sichern – es ist keinesfalls hilfreich, wenn Ihnen ein wohlmeinender Freund bei akuten Entzugserscheinungen eine Kippe anbietet. Außerdem sollten Sie alles, was Sie in Versuchung führt wegräumen: Ob Aschenbecher oder Zigarettenpackung oder was auch immer Sie mit dem Glimmstängel in Verbindung bringen muss verschwinden, bis die Entzugserscheinungen besiegt sind und das Verlangen nach der Zigarette ein Ende hat.

Die Reduktionsmethode birgt weniger Potential für Entzugserscheinungen, dafür braucht es viel Disziplin. Denn wenn die Menge schrittweise reduziert wird, rutscht so manches Gewohnheitstier schnell wieder in den alten Trott: EINE mehr oder weniger – das wird es doch nicht raus reißen, oder? Und schnell ist aus „Einer mehr“ wieder die gewohnte Menge Zigaretten am Tag geworden. Deshalb ist es bei der Reduktionsmethode wichtig, sich einen realistischen Plan zu machen und diesen konsequent umzusetzen – hier braucht es Willenskraft und eine langfristige Motivation.

Kleine Hilfen für den Anfang

Wie bei den meisten Aufgaben ist auch bei der Rauchentwöhnung der Anfang am schwersten: Ist die erste Phase der akuten Entzugserscheinungen (zumeist maximal 4 Tage) überstanden, geht es daran ungesunde Gewohnheiten umzustellen. Und weil das nicht einfach ist, dürfen Sie sich gerade in der Anfangszeit als Nichtraucher gerne das ein oder andere Hilfsmittel gönnen. Hier gibt es verschiedene Wege: Nikotinpflaster sind eines der geläufigsten Mittel, um den Entzug einfacher zu gestalten, allerdings befriedigen diese nur das körperliche Suchtempfinden, nicht das psychische, so dass Sie streng genommen nur in der Phase der akuten Entzugserscheinungen wirkungsvoll sind. Zudem können bei synthetischen Nikotinersatzmitteln unangenehme Nebenwirkungen auftreten.

Eine nebenwirkungsfreie Möglichkeit, die Entwöhnung sanfter zu gestalten, ist pflanzlichen Ursprungs: Kudzu-Extrakt hilft Ihnen auf rein natürliche Weise, von dem schädlichen Glimmstängel loszukommen und den Start in ein gesünderes Leben zu schaffen. Die Wirkung basiert auf einer effektiven Verminderung der Entzugserscheinungen bei einem gleichzeitigen Plus für die Gesamtgesundheit des Körpers – wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Kudzu Ihnen bei der Rauchentwöhnung helfen kann, dann besuchen Sie doch einmal den Ratgeber Kudzu zur Nikotinentwöhnung mit vielen Infos und einer Produkempfehlung.

Um langfristig Erfolg zu haben ist es zudem wichtig, die Gewohnheitskette zu unterbrechen. Oft ist es zum Beispiel sinnvoll, sich eine Ersatzhandlung zu suchen. Beispielsweise könnten Sie bei akutem Rauchbedürfnis statt eine Zigarette anzünden einen Kaugummi zu kauen oder einen Bonbon lutschen. Die neue Gewohnheit kann dann die alte Gewohnheit ablösen und so den psychischen Stress bei der Entwöhnung gering halten.

Viele Tipps für ein gesundes Leben

Auch wenn es so manchem frischgebackenen Nichtraucher schwer fällt, seinen Vorsatz rauchfrei zu bleiben in die Tat umzusetzen, so lohnt es sich doch. Denn letztlich tun Sie damit Ihrer Gesundheit und auch den Menschen in Ihrem Umfeld etwas Gutes – Das Rauchen aufzuhören ist zweifelsfrei ein Vorsatz, den es sich einzuhalten lohnt!

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

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