Die Krätze wird durch Milben versursacht – was kann man tun?

milbenkrätze ist weit verbreitetDie Krätze, in der Sprache der Mediziner als Acarodermatitis oder Skabies bezeichnet, wird in Deutschland heutzutage fälschlicherweise als nahezu ausgestorben angesehen. Fälschlicherweise dehalb, da es nach wie vor ungemein viele Fälle von Krätze in unserer Gesellschaft bei Kindern und Erwachsenen finden. Die Krätze, die durch den parasitären Befall der Haut mit einer Milbe ausgelöst wird, hat keinesfalls alleine etwas mit Unhygiene zu tun, wobei eine umfangreiche Hygiene die weitere Ausbreitung der Krätzemilben zweifelsohne eindämmen kann. Wie lässt sich eine Krätze behandeln?

Wie entsteht eine Krätze?

Die Krätze resultiert, wie bereits angesprochen, aus einem Befall der Haut mit den sogenannten Krätzemilben (lat. Sarcoptes scabiei). Die Weibchen dieser winzig kleinen Milbenart bohren mithilfe spezieller Bohrwerkzeuge an ihrer Körpervorderseite sehr feine Kanäle in die Haut des Menschen und legen dort sowohl Kotballen, als auch ihre Eier ab. Durch den Kot und die Eier der Milben entstehen stark juckende und teilweise auch brennende Hautentzündungen. Hautabschürfungen und Verkrustungen, die häufig mit der Krätze assoziiert werden, resultieren in erster Linie aus dem Kratzen an den befallenen Hautstellen und sind daher als Sekundärsymptomatik anzusehen.

Wie zeigt sich eine Infektion mit Krätzemilben?

Die Krätzemilben bevorzugen vor allem weiche Hautschichten ohne Verhornung und befallen daher gerne die Fingerzwischenräume, Handgelenke, das Gesäß, die Genitalien, Achseln, die Region rund um den Bauchnabel, der Bereich hinter den Ohren, verschiedene Gelenkbeugen, die Füße und Fußgelenke. Die ersten paar Tage oder Wochen nach dem Befall verspürt man keine Symptome, denn das Bohren der Milben in der Haut wird von den Betroffenen zumeist gar nicht wahrgenommen. Erst wenn es durch den Kot und die Eier der Milben zu Immunreaktionen und Entzündungen in der Haut kommt, treten die Symptome, wie der Juckreiz und Brennen, auf. In einigen Fällen kann es auch zu einer allergischen Reaktion kommen, die sich nicht nur ausschließlich an den befallenen Hautregionen sonder eventuell am ganzen Körper zeigt. Durch das Kratzen an den juckenden Stellen können die bereits genannten Sekundärsymptome, die die Aufschürfung und Schuppenbildung der Haut auftreten.

Wie kann man die Milbenkrätze behandeln?

In erster Linie sollten mit der Krätze befallene Patienten den direkten Hautkontakt zu anderen Menschen meiden, um die Übertragung der Milben zu verhindern. Auch Handtücher, Waschlappen, Bettzeug und Kleidung sollten nicht von anderen Personen genutzt und zudem regelmäßig gewechselt werden. Für die Behandlung der Milbenkrätze eignen sich verschiedenen Maßnahmen, wie z. B. eine Therapie mit einem Antimilbenmittel aus der Apotheke, die in Form von Salben, Cremes und Tinkturen vorliegen. Auch mit Teebaumöl, einer Salbe aus Schwefelblüten und mit dem Perubalsam (ebenfalls in Apotheken erhältlich) können die Krätzemilben effektiv abgetötet werden.

Mussten Sie bereits einmal die Erfahrung mit der Krätze machen? Haben Sie Ihren Arzt aufgesucht? Wie haben Sie die Milbenkrätze behandelt? Ich bin sehr auf Ihre Kommentare gespannt!

Viele Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

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