Die Verfahren der Psychotherapie – wo sind die Unterschiede?

die verfahren der psychotherapieDie moderne Psychotherapie bietet heute verschiedene Verfahren an, welche sich bezüglich der Herangehensweisen erheblich voneinander unterscheiden. Hierdurch wird den Patienten die Möglichkeit geboten, die für sie und entsprechend der individuellen psychischen Probleme ideale Therapie durchführen zu können. Doch wo genau liegen die Unterschiede in den Verfahren der Psychotherapie? Wir klären auf!

Die Gesprächstherapie – keine eigenständige Therapieform

Im eigentlichen Sinn stellt die sogenannte Gesprächstherapie kein eigenständiges Therapieverfahren innerhalb der Psychotherapie dar. Zwar wird von vielen Psychotherapeuten eine Gesprächstherapie angeboten, doch sind intensive Gespräche zwischen Therapeut und Patient in jedem weiteren Verfahren enthalten und bilden einen Kernpunkt einer jeden Psychotherapie. Ohne offene Gespräche ist generell keine Psychotherpie möglich. Grundsätzlich gliedern sich die derzeit von der Krankenkassen anerkannten Verfahren der Psychotherapie in drei Bereiche auf – in die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und in die Psychoanalyse. Weitere Verfahren der Psychotherapie, die jedoch häufig nicht von der Krankenkasse übernommen werden, stellen die oben erwähnte „Gesprächstherapie“, die Gestalttherapie und die sogenannte systemische Therapie dar. Wir möchten nachfolgend auf die drei Therapieformen eingehen, deren Kosten von den Kassen heute übernommen werden.

Die Verhaltenstherapie – das Lernen neuer Verhaltensmustern

Die Verhaltenstherapie gestaltete sich, wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, als sehr praktische Therapie, welche es dem Patienten ermöglicht, neue Verhaltensmuster für den Alltag zu erlenen, mit deren Hilfe die psychischen Probleme aktiv angegangen werden können. Daher ist die Verhaltenstherapie häufig mit „Hausaufgaben“ für den Patienten verbunden. Die Verhaltenstherapie befasst sich mit den Umständen und Bedingungen, aus welchen ein psychisches Problem resultiert und zeigt neue Wege auf, wie sich diese Umstände und Bedingungen verändern und sogar beseitigen lassen.

Die tiefenpsychologischen Verfahren

Die tiefenpsychologischen Verfahren und die Psychoanalyse gehen zumeist Hand in Hand, besser gesagt, stellt die Psychoanalyse in vielen Fällen ein Teilbereich der tiefenpsychologischen Verfahren dar. Diese Verfahren der Psychotherapie zielen generell auf das Aufdecken von verdrängten Traumata und auch frühkindlichen Konflikten ab, welche sich in späteren Jahren als psychische Probleme manifestieren. Intensive Gespräche zwischen Therapeut und Patient und spezielle psychologische Rollenspiele stellen beispielsweise weitverbreitete Techniken der tiefenpsychologischen Verfahren dar.

Welche Therapieform ist die richtige für mich?

Diese Frage kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden, denn die Effektivität eines Verfahrens der Psychotherapie hängt immer von dem jeweiligen psychischen Zustand, von der Art der psychischen Störungen (z. B. Depressionen, Angst und Panikattacken) und auch deren Ursache ab. Um herauszufinden, welches Verfahren der Psychotherapie wirklich das richtige ist, bieten die Psychologen und Psychotherapeuten ein unverbindliches Erstgespräch an, in dessen Rahmen ermittelt wird, ob die vom Therapeuten angebotenen Behandlung die richtigen sind. Zudem kann mithilfe dieser Erstgespräche ermittelt werden, ob ein Vertrauensverhältnis zwischen Psychotherapeut, Psychologe und Patient aufgebaut werden kann. Denn bei der Psychotherapie muss generell die Chemie zwischen Therapeut und Patient stimmen!

Welche Erfahrungen konnten Sie mit den Verfahren der Psychotherapie und Psychologie machen? Ich bin sehr auf Ihren Kommentar gespannt!

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / anouchka

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