Flugangst – für viele ein Problem

flugzeugStatt Erholung bedeutet eine Flugreise für manche puren Stress. Eine Umfrage der Apotheken-Umschau ergab, dass 1,5 Prozent der Deutschen unter starker Flugangst leiden. 7,4 Prozent sind aus Furcht noch nie geflogen. Flugangst zeigt sich in vielerlei Form: Manche haben so große Angst vor einem Absturz, dass sie lieber verzichten. Dabei ist das Risiko statistisch gesehen gering; auf eine Million Flüge kommen nur 0,81 Unfälle.

Andere fürchten sich zu sehr vor Turbulenzen, dem Start und der Landung.Turbulenzen sind nichts Ungewöhnliches, wird vom Fachmann erklärt, sie stellen für das Flugzeug kein Problem dar. Man sollte allerdings schon angeschnallt sein. Gewitter werden in der Regel umflogen, dafür gibt es guten Wetterradar.

Man kann in Besucherparks oder in Flugangstseminaren sich genau ansehen, was im Flugzeug passiert. Das hilft manchen auch. Alle Geräte sind doppelt und beide Piloten fliegen abwechselnd. Flugangstseminare enthalten übrigens einen kurzen Sonderflug. Dabei werden die Teilnehmer von speziell ausgebildetem Personal betreut. Aber nur 0,5 Prozent der Befragten mit Flugangst haben einen besucht. Die Seminare sind nicht billig, kosten meist einige Hundert Euro.

Eine Alternative kann die Behandlung in einem Flugsimulator sein. Entspannungstechniken können ebenfalls die Sorge vor dem nächsten Flug mindern, immerhin 2,6 Prozent der Befragten machen das. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung kommt beispielsweise infrage.

Vor einer sehr beliebten Taktik wird aber von den Fachleuten gewarnt: Beruhigungspillen schlucken. Dass macht allerdings jeder vierte der Befragten. Da kann man evtl. mit Nebenwirkungen rechnen.

Da taucht die Frage auf, ob Piloten etwa auch Flugangst haben. Ein Pilotensprecher sagt, dass bei den ersten Flügen in sehr kleinen Maschinen spüren Piloten in Ausbildung jede Regung der Luft. Da würde es manchem anfangs auch mulmig. Bis man den Flieger im Griff hat, das Vertrauen kommt mit der Erfahrung – dieses Thema ist gerade zur Zeit sehr sensibel.

Ob so eine Vorstellung schon hilft? Egal, für welche Methode der Hilfe man sich entscheidet, einen Versuch ist es wert.

Bild: © Michael Schütze / fotolia.com

Veröffentlicht von

Sie finden mich auch bei Google+ und Facebook.

Schreibe einen Kommentar


Bitte vor dem senden den Spamschutz lösen! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.