Gesunde Gelenke mit den Yoga-Gelenk-Übungen

Tun Ihnen auch manchmal die Knochen weh? Oder morgens die ersten Schritte auf dem Weg ins Bad? Das Üble an der Sache ist, dass es nicht von selber besser wird. Im Gegenteil, wer nichts unternimmt muss sich damit abfinden, dass das Problem mit der Zeit immer schlimmer wird. Yoga bietet jedem ganz einfache Möglichkeiten diese Entwicklung zu stoppen oder sogar zu verbessern. Dazu braucht es nur ganz einfache Gelenkübungen, die wirklich jeder machen kann. Es werden keine besonderen Fähigkeiten dafür benötigt.

Gelenk-Schmerzen brauchen wir nicht!

Alle Gelenke werden bei diesen Yoga-Übungen täglich belastungsfrei und sanft bewegt. Dadurch entwickelt sich eine gute Durchblutung und Lymphstauungen werden aufgelöst. Das verbessert die Ernährung der Knorpel ohne sie zu belasten und stärkt ihre Regenerationskraft nachhaltig.

Die yogischen Gelenkübungen gehen so – bitte in dieser Reihenfolge üben, das ist wichtig:

  1. Zehen abwechselnd spreizen und wieder zusammenkommen lassen – 6 x
  2. Zehen abwechselnd beugen und strecken – 6 x
  3. Füße abwechselnd beugen und strecken – 6 x
  4. Füße in den Fußgelenken kreisen lassen – 6 x in jede Richtung
  5. Ein Bein heben, Knie strecken und beugen – 6 x. Dann das andere Bein.
  6. Ein Bein heben, das Knie beugen und dann mit der Kniescheibe möglichst große Kreise in die Luft malen. 6 x in jede  Richtung. Dann das andere Bein üben
  7. Hinsetzen. Im Sitzen den Oberkörper abwechselnd nach Links und rechts drehen, soweit es geht. Ziel ist die Wirbelsäule gut zu bewegen. 6 x in jede Richtung
  8. Arme vorstrecken und die gestreckten Finger spreizen und wieder zusammenkommen lassen – 6 x
  9. Finger in den Mittelgelenken beugen und strecken (Krallen machen) – 6 x
  10. Finger in den Grundgelenken beugen und strecken (Faust machen) – 6 x
  11. Fäuste machen und die Hände um die Handgelenke kreisen lassen – 6 x in jede Richtung
  12. Finger strecken, und die Hände auf und abklappen, als wolle man aus dem Handgelenk heraus winken. – 6 x
  13. Ellenbeugen strecken und beugen, dabei wenn machbar mit den Fingerspitzen auf die eigene Schulter jeweils derselben Seite tippen. 6 x
  14. Finger auf der Schulter lassen (oder so nah dran wie machbar) und mit den Ellenbeugen große Kreise in die Luft malen. – 6 x in jede Richtung
  15. Gestreckte Arme vor dem Körper nach oben bringen bis zum Anschlag, und zurück nach unten. Sieht so ähnlich aus wie Seilziehen. – 6 x
  16. Schulterkreisen – in jede Richtung – 6 x
  17. Schultern hochziehen bis zu den Ohren und wieder fallen lassen – 6 x
  18. Kopf vorsichtig und ganz langsam nach vorne und hinten bewegen. – 6 x
  19. Kopf vorsichtig nach rechts und links bewegen. – 6 x
  20. Mit den Augen rollen und eine lustige Grimasse schneiden. – 6 x
  21.  … dann lachend aufstehen!

Am besten ist es, diese Übungen gleich morgens noch im Bett zu üben. Da ist es warm, die Gelenke werden geschont, und das anschließende Aufstehen fällt nach den Übungen deutlich leichter.

Weitere Möglichkeiten für gute Gelenke

Geunde Gelenke Speziell bei Fuß-, Knie- und Hüft-Beschwerden sollte die gesamte Körper-Haltung überprüft werden, um zu verhindern, das sich aufgrund einer Fehlhaltung an der Basis Folge-Beschwerden entwickeln. Die Haltungskorrektur sorgt auch für einen gesunden und starken Rücken und ist grundsätzlich wichtig.

 

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch:

  1. Wie stehen und gehen Sie? Gibt es Fehl-Stellungen in Füßen oder Knie? Gegebenenfalls ist eine Haltungskorrektur durch weiterführende Yoga-Übungen zur Stärkung der Beine sinnvoll, um die krank machende Entwicklung zu stoppen. Diese stärken auch die Beinstabilität und das Gleichgewichtsgefühl.
  2. Wie ernähren Sie sich, sind Sie übersäuert? Das reduziert die Nährstoffversorgung des Knorpels und fördert die Chance auf Schäden in diesem Bereich (und anderswo im Körper). Hier wäre eine sanfte Fasten-Kur mit anschließender Ernährungsumstellung auf vegetarische Vollwertkost (oder wenigstens einem sehr hohen Gemüseanteil) sehr hilfreich.
  3. Wie sieht es mit der Zell-Aktivität im gesamten Körper aus, ist sie eventuell reduziert oder erlahmt? Damit erlahmen auch die Selbstheilungskräfte, also die Selbst-Reparaturfähigkeiten des Körpers. Da hilft nichts besser, als viel Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter. Wie ist egal – Hauptsache es macht Spaß und bringt Sie in Schwung. Die richtige Dosis der richtigen Bewegung und Atmung führt dazu, das Sie sich mit deutlich energiegeladener und entspannter fühlen als ohne.
  4. Gibt es ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Bewegung und Regeneration? Beides ist unbedingt erforderlich, und zwar im für Sie genau richtigen Verhältnis.
  5. Emotionale und geistige Haltungen können auch eine Rolle bei der Gelenkgesundheit spielen. Die Yoga-Übungen für Selbstbewusstsein, Herz und klarer Geist helfen Freude, Kraft und eine aufrechte Haltung zu entwickeln oder zu bewahren.

Ziel dieser Übungen ist es, dass der Körper alles bekommt was er braucht, um sich selbst zu heilen. Werden auf diese Weise optimale Bedingungen geschaffen, besteht die Chance, dass sich viele aktuelle Gelenkprobleme von selbst zurückbilden–dies natürlich eher langsam, aber dafür stetig. In 90% der Fälle fühlen sich die Übenden bereits nach 2-3 Wochen wesentlich besser.

Hier geht’s weiter mit Anregungen für einen gesunden und starken Rücken

Bild: © by istockphoto.com / YinYang

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