Heilerde – Die Kraft aus der Natur

schlammRichtig angewandt, kann Heilerde bei verschiedenen Beschwerden helfen. Schon Hildegard von Bingen kannte sie, sie beschrieb schon im Hochmittelalter die Wirkung. Auch die alten Ägypter sollen bereits Nilschlamm gegen diverse Beschwerden verwandt haben. In Deutschland ist Heilerde spätestens durch Adolf Just um 1900 bekannt, der ein Kneipp-Anhänger war. Mittlerweile hat sie sich als gängiges Arzneimittel etabliert, Fachmediziner nutzen sie regelmäßig in ihren Behandlungen. Sie erläutern, dass die Menschen schon immer Erde mit der Nahrung aufgenommen haben. Daher das alte Sprichwort: Dreck reinigt den Magen.

Woraus besteht Heilerde?

Heilerde besteht aus naturreinem Löß, einer Art Quarzstaub, der tief unter der Erde liegt und reich an Mineralien und Spurenelementen ist. Um Löß als Heilerde aufzubereiten, wird ihm Feuchtigkeit entzogen, bei 130 Grad getrocknet, so wird er keimfrei. Je nach Anwendungsgebiet können verschiedene Körnungen verwandt werden. Die Zusammenstellung der Mineralstoffe ist reichhaltig, ebenso die Spurenelemente. Wird das Pulver mit Wasser vermischt, verwandelt es sich in eine cremige Masse. Diese wirkt wie Löschpapier und bindet schädliche Stoffe im Körper, angewandt wird Heilerde gerne bei Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen und Durchfall. Vor allem, wenn zudem psychische Probleme eine Rolle spielen. Heilerde ist dabei gut verträglich, auch bei chronischen Beschwerden wird empfohlen, Heilerde als Unterstützung anzuwenden. Bei Schleimhautentzündungen beruhigt Heilerde den Magen, lindert Blähungen und Durchfall und nach einem fetten Essen schwächt sie das Völlegefühl ab.

Heilerde ist nicht nur gut zum Essen

Man kann Heilerde in Wasser aufgelöst trinken, als Granulat oder als Kapsel einnehmen. Jedoch sollte man beachten, synthetische Medikamente ein bis zwei Stunden vor der Heilerde einzunehmen, damit die Wirkung nicht verloren geht. Bei Verstopfung ist Heilerde allerdings nicht zu empfehlen. Neben der inneren Anwendung wird Heilerde in der Dermatologie und Kosmetik genutzt und wird zum Beispiel bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Furunkeln sowie Verbrennungen und eitrigen Wunden eingesetzt.
Dazu rührt man Heilerde mit kaltem Wasser oder auch Kräuterauszügen oder Tees zu einem Brei an. Dieser wird auf die betroffenen Hautflächen aufgetragen. Die Heilerde wirkt antibakteriell, bindet überschüssigen Talg und Fett und kühlt die Haut. Auch bei Insektenstichen wirkt sie kühlend und abschwellend.
Bei Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Hexenschuss können warme Wickel gut tun.

Heilerde ist kein Wundermittel

Für die Kosmetik wird von Heilpraktikern geraten, bei starken Entzündungen und Rötungen die Heilerde, in Wasser aufgelöst als kühlende Maske zu nutzen. Bei fettiger Haut kann sie auch mit Flüssigkeitsseife vermischt als Peeling verwendet werden. Mit Olivenöl gemischt hilft sie gegen Haarschuppen, auf den Haaransatz auftragen, einwirken lassen und ausspülen. Ohne Öl kann man die Kopfhaut bei ständig fettenden Haaren behandeln. Wer Heilerde selbst ausprobieren möchte, sollte bedenken, dass sie bei allem Können kein Wundermittel ist. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen sollte eine Anwendung mit Heilerde mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden. Auch die Ursache ungeklärter Erkrankungen sollte geklärt werden.

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