Hyperhidrose – Schwitzen ist oft ein lästiges Problem

Starkes SchwitzenÜbermäßiges Schwitzen ist nicht nur lästig, es beeinträchtigt oftmals die Lebensqualität der Betroffenen. Die wenigsten gehen jedoch deswegen zum Arzt, denn interessanterweise wird das Schwitzen von vielen Menschen nicht als therapierbare Erkrankung erkannt. Dermatologen stellen eher fest, dass die Patienten wegen Pilzerkrankungen, Warzen usw. zu ihnen kommen, dabei können genau das Resultate von übermäßiger Schweißproduktion sein. Nur 27 Prozent sind jedoch wegen Schwitzens in Behandlung.

Auch hierzu gab es eine Studie des Journal of Investigative Dermatology: Das Forscherteam hatte mehr als 14.000 Erwachsene befragt. 16,3 Prozent gaben an, sehr viel zu schwitzen. 28 Prozent der Betroffenen schwitzen in den Achselhöhlen, auf den Handflächen und Fußsohlen. 68 Prozent schwitzen am ganzen Körper.

Dabei muss man wissen, das Schwitzen eine lebenswichtige Reaktion ist, die den Organismus vor Überhitzung schützt. Bei höherer Körpertemperatur bilden die Schweißdrüsen ein wässriges Sekret, das auf der Haut verdunstet und dem Körper Wärme entzieht. Man hat erforscht, dass der Mensch etwa 0,5 bis 0,7 Liter Flüssigkeit am Tag verliert. An heißen Tagen sind es bis zu drei Liter.

Bei Hyperhidrose steht die Schweißmenge jedoch in keinem Verhältnis zu Temperatur oder auch Stress. Aus unbekannten Gründen geben vegetative Nervenzellen verstärkt Signale ab, die die Schweißdrüsen anregen, so wird erklärt. Man unterscheidet die primäre Hyperdidrose, da schwitzen die Betroffenen eben ohne erkennbare Ursache. Bei der sekundären Form ist es allerdings ein Sympton einer Grunderkrankung. Das können Tumore, Infektionen, Übergewicht, Diabetes oder die Wechseljahre sein. Auch Medikamente können Schwitzen als Nebenwirkung haben.

Man sollte, so wird geraten, in jedem Fall bei übermäßigem Schwitzen den Arzt aufsuchen. Das kann der Hautarzt sein, bei der sekundären Form sollte der Hausarzt oder Internist konsultiert werden. Die Behandlung reicht von Medikamenten, Cremes u.a. bis zur letzten Maßnahme, dass die Schweißdrüsen in den Achselhöhlen chirugisch entfernt werden.

Die Mediziner ermuntern die Betroffenen, ihr Problem offen anzusprechen. Es ist auch ein psychologischer Effekt, denn wer stark schwitzt, fühlt sich in der Öffentlichkeit unwohl. Doch Schwitzen kann glücklicherweise erfolgreich behandelt werden und somit kehrt auch das Wohlbefinden in der Öffentlichkleit zurück.

Quellen: Apotheken Umschau und HyperhidroseHilfe.de

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / Dandamanwasch

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