Klarer sehen – mit Kontaktlinsen

kontaktlinsenRund drei Millionen Deutsche verwenden die unsichtbaren Sehhilfen – und das nicht aus Eitelkeit. Der Zentralverband der Optiker erläutert, dass eben mit Kontaktlinsen eine bessere Sehleistung erreicht würde. Außerdem sei das Blickfeld größer als mit Brille. Außerdem sei bei hoher Fehlsichtigkeit oft eine zufriedenstellendere Korrektur möglich. Auch größere Dioptin-Unterschiede zwischen beiden Seiten lassen sich besser ausgleichen. Dann kommt noch hinzu, dass Kontaktlinsen nicht beschlagen, davon profitieren vor allem Sportler.

Aus medizinischer Sicht können Linsen ebenfalls sinnvoll sein, etwa bei einer kegelförmigen Verformung der Hornhaut, oder auch nach Augenverletzungen und Hornhauttransplantationen. In solchen Fällen ist immer der Facharzt für die Diagnose und Verordnung zuständig. Ebenso bei Diabetes, Morbus Basedow oder Immunschwäche.

Man unterscheidet zwei Arten von Kontaktlinsen

Formstabile aus sauerstoffdurchlässigem Kunststoff und weiche aus wasserhaltigem Hydro- und Silikonhydrogelen. 80 Prozent entscheiden sich für weiche Linsen, obwohl die Risiken größer sind. Da erläutert der Fachmann, dass diese aber von Anfang an angenehmer zu tragen sein. Aber trotzdem empfiehlt der Fachmann, wenn jemand dauerhaft Linsen tragen muss, die formstabilen zu wählen. Da werden nicht soviel Schäden festgestellt beim Tragen wie bei den weichen. Es kann nämlich zu Infektionen oder Entzündungen kommen.Außerdem schwimmen formstabile Haftschalen auf der Tränenflüssigkeit, während die weichen direkt auf der Hornhaut liegen. Da die Tränenflüssigkeit die Nährstoffe zur Hornhaut transportiert, gibt es somit eine bessere Versorgung.

Übrigens sollten Kontaktlinsen eine Stunde vor dem Schlafengehen herausgenommen werden, damit sich das Sehorgan erholen kann. Dann muss man eben in der Zeit wieder Brille tragen. Um Schäden frühzeitig zu erkennen, sollten die Träger weicher Kontaktlinsen alle sechs Monate zu einer augenärztlichen Kontrolle gehen, bei formstabilen genügt einmal im Jahr. Was aber auch noch wichtig ist, Kontaktlinsen dürfen nicht länger verwendet werden als vom Hersteller angegeben: Formstabile sollten nach 18 Monaten ausgewechselt werden, weiche gibt es vor allem als Tages-, Zweiwochen- und Monats-Variationen.

Was aber grundsätzlich nicht gemacht werden sollte, Billigmodelle aus dem Internet oder Drogeriemarkt zu kaufen! Kontaktlinsen müssen vom Fachmann angepasst werden, da sollte man nicht sparen. Immerhin sind die Augen unser wertvollstes Sinnesorgan!

Wichtig sind auch grundsätzlich die Hygiene und die richtige Pflege, um nicht leichtfertig eine Infektion zu riskieren. Das Wichtigste ist, sich vor dem Einsetzen gründlich die Hände zu waschen. Da die Bedürfnisse im Einzelfall sehr unterschiedlich sind, wird eine individuelle Beratung empfohlen. Tageslinsen beispielsweise eignen sich, wenn jemand selten Linsen trägt, sowie als Ersatz im Urlaub oder beim Schwimmen. Gewässer enthalten Schadstoffe und Keime, die sich in den Linsen ablagern, darum sollte man beim Schwimmen besser ganz darauf verzichten oder Tageslinsen nehmen.

Bei verschieden Sportarten sind Kontaktlinsen angebracht, da die Verletzungsgefahr kleiner ist. Radler und Skifahrer sollten zudem eine Schutzbrille tragen. Berufstätige wie Köche, die häufig im Dampf arbeiten oder Briefträger, die viel mit dem Rad die Post ausfahren, sind gut mit Linsen beraten. Oder auch Laboranten, die viel vor dem Mikroskop sitzen, sind mit Kontaktlinsen besser dran. Bei trockenen Augen oder für Menschen, die in staubiger Umgebung arbeiten sind Kontaktlinsen eher unangenehm. Da helfen Tränenersatzmittel, die aber keine Konservierungsstoffe enthalten sollten.

Bild © Lukas Gojda / fotolia.de

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