Lästige Pollen – jedes Frühjahr aufs Neue

KrankZum Leidwesen der armen mit Pollenallergie behafteten Mitmenschen sind für dieses Jahr vom Deutschen Allergie- und Asthmabund deutliche Zunahmen der Pollenbelastung vorhergesagt worden. Schon Anfang Februar wurde beispielsweise schon der Blütenstaub der Haselnuss gemessen. Nun blüht die Birke, Gräser und Roggen haben erst Ende Mai Hochsaison. Experten sehen den Grund der frühen Pollenbelastung auch hier in der Erderwärmung. Durch die höhere Schadstoffbelastung der Luft werden die Baum- und Blütenstäube auch immer aggressiver. Kohlendioxid würde außerdem das Wachstum der Pflanzen fördern, also würden auch mehr Pollen frei gesetzt, so die Experten.

Um so wichtiger ist es, dem allergischen Schnupfen vorzubeugen und ihn zu lindern. Wenn dies nicht behandelt wird, kann sich aus dem Heuschnupfen eine Asthma-Erkrankung entwickeln. Die wirksamste Therapie für eine langfristige Heilung ist eine Hyposensibilisierung. Hinter diesem Begriff sehen die Mediziner eine langsame Gewöhnung des Immunsystems an den Allergieauslöser. Damit ist das sog. Allergen gemeint. Der Stoff wird dem Patienten in winzigen Dosen verabreicht. Bei der klassischen Form dieser Therapie spritzt der Arzt das Allergen alle vier bis sechs Wochen über drei Jahre hinweg. Angefangen wird im Winter.

Es gibt aber neuere Methoden, die die Immunisierung in kürzerer Zeit erreichen. In der sog. Cluster-Therapie werden täglich vier bis sieben Spritzen über höchstens fünf Tage gegeben. Wer allergisch gegen Gräser-Pollen ist, kann als Alternative auf Tabletten zurückgreifen. Nachdem der Arzt die Anwendung einmal erklärt hat, kann die Behandlung in den folgenden drei bis fünf Jahren selbst weitergeführt werden.

Es gibt auch diverse sanfte Arzneien, um die allergische Reaktion zu hemmen. Beispielsweise wird von den Fachmedizinern Galphimia glauca D12 empfohlen. Das gibt es in der Apotheke. Sechs Wochen lang drei- bis fünfmal am Tag fünf Globuli wirken da schon gut. Zum Beginn derPollenflugezeit sollte man zur Wirkstoffkonzentration D6 wechseln.

Wenn man bereits Heuschnupfen hat, sollen Schüßler-Salze Linderung verschaffen. (Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 8) Sie können die Schleimhäute und das Immunsystem stärken. Die magnesiumhaltige Lotion Nr. 7 beruhigt juckende Haut. Neuerdings gibt es einen nahezu unsichtbaren Nasenfilter aus der Apotheke, der verhindert, dass man Pollen einatmet.

Eine alternative Behandlungsmethode ist auch hier die Akkupunktur. Studien haben ergeben, dass bereits zwölf Sitzungen bei 80 Prozent der Fälle die Beschwerden deutlich lindern. Einige Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten von 40 Euro pro Sitzung.

Ein Tipp: Bettwäsche und Kleidung in dieser Zeit nicht nach draußen zum Trocknen aufhängen. Damit kann man vermeiden, dass sich Pollen darauf ansammeln können.

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