Musik für die Seele und die Gesundheit

SchlafenHaben wir das nicht selbst schon erlebt, wie Musik wohltuend und positiv auf uns wirkt. Beispielsweise, wenn das gemeinsame Lieblingslied im Radio gespielt wird und das romantische Erinnerungen bei Eheleuten weckt. Oder auch für Singles, wenn an einen schlechten Tag hatte, kann  ein Musikstück, das gute Erinnerungen weckt, uns wieder gut drauf bringen. Dabei ist erwiesen, Klassik beruhigt, Schlager machen munter. Oder  noch viel besser, singen oder/und musizieren Sie selbst. Das muss gar nicht besonders gut sein, Hauptsache man betätigt sich und setzt Energien frei.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn Musik auch als Therapie benutzt wird.

Da gibt es verschiedene Studien, die sich mit dem Thema befassen. Wissenschaftler der Universität Augsburg berichten von Babys, die durch Musiktherapie mit Singen und Berühren behandelt wurden. Sie beruhigten sich und wuchsen sogar schneller als andere Babys, so die Experten.

Musiktherapie wird für die verschiedensten Behandlungen angewendet. Beispielsweise für bewegungseingeschränkte Patienten ist es ideal, so bei Parkinson-Erkrankten. Die Motorik der Patienten sowie die Laune verbesserten sich, da Rhythmik und Klänge harmonisch und auch aktivierend wirken auf die Körperbewegungen. (Das ist aus eigener Erfahrung in der Familie zu bestätigen!). Auch bei Ängsten hilft es, sogar bei Knochenmarktransplantationen haben Untersuchungen ergeben, dass beruhigende Musik stress- und schmerzverringernd auf die Patienten wirkten, so berichten die Wissenschaftler.

Eine Studie am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung in Heidelberg berichtet von guten Erfolgen bei Tinnitus-Patienten.

Man könne den Tinnitus-Ton „verlernen“, wenn man längere Zeit  Musik hört, aus der eben dieser Ton entfernt wurde. Die Erfolgsquote dieser Behandlung lag bei 80 Prozent und wurde übrigend durch Ginkgo Biloba unterstützt.

Menschen mit psychischen Problemen nützt aktives Musizieren, am besten in Gruppen. Beispielsweise Menschen mit starken Stimmungsschwankungen, depressive Menschen ebenso. Da wird geübt, die Agressionen beim Trommeln abzubauen oder beim Glockenspiel wieder zu einer Leichtigkeit zu kommen.

Dann ist unbestritten, so die Experten, dass Musiktherapie auch bei Demenz hilft.

Dafür sind Gespräche mit dem Patienten und vor allem mit den Angehörigen nötig, damit man auf die Musik aufbauen kann, zu der der Patient einen Bezug hat. Oder die bestimmte Erinnerungen weckt. Patienten könnten plötzlich Lieder aus ihrer Kindheit mitsingen, wenn diese angestimmt werden. Dabei greifen die Patienten auf ihr Langzeitgedächtnis zurück, das so zudem trainiert werden kann.

So kann die richtige Musik, das ist bei allen Kranken wohl so, hilfreich bis in die Seele eindringen und so zur Heilung beitragen.

Auch für sehr kranke Menschen, die künstlich beatmet werden müssen, kann Musikberieselung entspannend sein. Darüber gibt es acht Studien mit über 200 Patienten. Eine mechanische Beatmung macht vielen Kranken Angst, nicht nur die Atemnot, auch der mit der Beatmung verbundene psychische Stress. Die Musikklänge senkten Puls- und Atemfrequenz.

Sogar Komapatienten reagierten bei der Studie der Augsburger Wissenschaftler auf Musik.

Sie zeigten Reaktionen wie ein Lidzucken oder Lächeln. Das käme daher, dass die Töne und Klänge über das Ohr und den Hörnerv direkt ins Gehirn gelangten und so das Tor zum Bewusstsein aktivieren.

Selbst uns gesunden Menschen gibt Musik manchmal so starke Emotionen, dass wir so ergriffen sind und weinen oder tanzen und lachen, also unsere Gefühle zeigen.

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