Nasenbluten – das hilft!

NasenblutenJeder ist schon mal von Nasenbluten heimgesucht worden, nicht nur Kinder. Meist stecken harmlose Ursachen dahinter. Gerade jetzt im Winter kann es durch ausgetrocknete Nasenschleimhaut dazu kommen. Ursachen in trockene überheizte Räume, geschwollene Schleimhäute, häufiges Niesen und Naseputzen. Wenn man sich dann mal kräftig die Nase putzt, ist es schon passiert: Die feinen Gefäße in der vorderen Nasenhöhle platzen auf, und das hellrote Blut läuft.

Auch scharfkantige Veränderungen an einer schiefen Nasenscheidewand können zu Nasenbluten führen, wie auch Gefäße, die im Alter brüchiger werden, erklärt der Facharzt einer HNO-Klinik. Nur selten stecken schwerwiegende Ursachen dahinter, wie Tumore im Nasen-Rachen-Raum. Allerdings sind bei Menschen, die mit Holz arbeiten, die Risiken höher, so wird erklärt. Durch den Holzstaub kann es zu Tumoren kommen, darum sollten Menschen mit solchen Berufen regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung vornehmen lassen.

Grundsätzlich gilt: Wenn Nasenbluten sich häufig wiederholt, sollte man zum Arzt gehen.

Was kann man tun, wenn es einen ereilt hat mit dem Nasenbluten?

Da gibt es viele alte Hausmittel und der medizinische Rat lautet, sich hinzusetzen, den Kopf vornüber zu beugen, die Nasenflügel für einige Minuten zusammendrücken und eine kalte Kompresse oder Eispackung in den Nacken zu legen. Das ist hilfreich, da sich die Blutgefäße durch die Kälte zusammen ziehen. Falsch sei es, wie auch viele immer raten, den Kopf nach hinten zu legen, denn die Blutbestandteile, die im Magen zersetzt werden, können zu Übelkeit führen, so die Experten. Wichtig ist, dass der Patient das Blut ausspuckt, um die Menge zu kontrollieren.

Zu starke Blutungen müssen unbedingt sofort ärztlich versorgt werden. Besonders, wenn sie im hinteren Nasenbereich auftreten. Da kann man selbst nichts machen, ein Zusammendrücken der Nasenflügel zeigt da keine Wirkung. Riskant ist Nasenbluten zudem für Menschen, die gerinnungshemmende Mittel einnehmen. Dazu gehört auch das gängige Schmerzmittel ASS.

In schweren Fällen versiegeln Ärzte die Blutgefäße mit hochfrequentem Strom. Auch spezielle Tamponaden können helfen. Allerdings wird vom Fachmediziner von zu viel Eigeninitiave abgeraten. Beispielsweise die Tamponaden. Keinesfalls sollte man sich selbst irgendwas in die Nase stopfen! Das macht womöglich alles noch schlimmer.

Tipps zur Vorbeugung:

  • Nasensprays mit Meerwasser halten die Schleimhäute feucht. Sie können problemlos auch dauerhaft angewendet werden.
  • Nasenöle und -salben pflegen die Nase im vorderen Bereich.
  • Luftbefeuchter sind wirksam gegen zu trockene Raumluft.
  • Last but not least: Ausreichend trinken ist auch hier gut, es versorgt die Schleimhäute mit Feuchtigkeit.

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / ia_64

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