Salbei: Heil- und Gewürzpflanze

salbeiDie Römer und Griechen kannten bereits in der Antike die wohltuende Wirkung des Salbeis. Den Weg ins kältere Mitteleuropa fand das Heilkraut aber erst im Mittelalter. In der Naturheilkunde wird der Salbei bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum und bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Die Anwendung erfolgt als Gurgellösung oder als Tee. Der Salbei zählt zu den anerkannten Heilkräutern und wurde 1998 zur Heilpflanze des Jahres ernannt.

Mit Salbei würzen

Die Blätter der bis zu 80 cm hoch wachsenden Kräuterpflanze eignen sich hervorragend zum Würzen von pikanten Speisen. Fleisch- und Gemüsegerichte erhalten mit Salbei einen unverwechselbaren Geschmack. In der mediterranen Küche spielt das herbwürzige Kraut eine herausragende Rolle. Salbei kann auch mitgekocht werden. Das Kraut verliert dann etwas von seinem kräftigen Aroma.

Salbei im heimischen Garten ernten

Salbei lässt sich einfach anbauen, egal ob im Freiland oder in einem etwas größeren Topf. Im Prinzip reicht ein Platz auf dem Balkon oder der Terrasse. Obwohl der Gartensalbei aus dem Mittelmeerraum stammt, kommt er mit dem Winter in Zentraleuropa gut zurecht. Sein sonniges Gemüt blieb ihm erhalten, weshalb dem Salbei ein sonniger Standort gebührt. Was den Boden betrifft, stellt der Salbei keine hohen Ansprüche. Eine längere Trockenheit ist für ihn kein Problem, was die Pflege erheblich erleichtert. Lediglich im Herbst steht ein Rückschnitt an, damit der Halbstrauch nicht zu sehr verholzt und im Frühjahr neue Triebe bildet. Lilafarbene Lippenblüten machen den Salbei im Sommer zu einer attraktiven Zierpflanze, die viele Schmetterlinge und Wildbienen anlockt. Die Blätter des Salbeis können sowohl getrocknet als auch frisch zum Einsatz kommen. Für den winterlichen Vorrat wird am besten bereits Ende August vorgesorgt. Ein luftiger Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung schont das Aroma beim Trocknen.

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