Sodbrennen – bei häufigerem Auftreten kann es gefährlich werden

SodbrennenSodbrennen – fast jeder kennt das unangenehme Gefühl, das sogar richtig schmerzhaft werden kann. Mit Brennen in der Brust, bitterem und saurem Geschmack im Mund, regelmäßigem Aufstoßen und auch Schluckbeschwerden kann sich das Sodbrennen bemerkbar machen. So lange das Sodbrennen nur gelegentlich auftritt, besteht kein Problem für die Gesundheit. Nur wenige Menschen wissen allerdings, dass das Sodbrennen auch zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann.

Das Sodbrennen, das der Mediziner als Refluxkrankheit bezeichnet, entsteht dann, wenn der Mageninhalt mit der Magensäure den Weg zurück durch die Speiseröhre geht. Dies kann allerdings nur geschehen, wenn zwischen dem Magen und der Speiseröhre der vorhandene Verschlussmechanismus nicht funktioniert oder wenn der Magen eine zu hohe Menge an Magensäure produziert. Die Ursachen für die Refluxkrankheit sind wiederum vielfältig.

So kann der Speiseröhrenschließmuskel durch Medikamenteneinnahme oder durch zunehmendes Alter erschlaffen. Aber auch ein angeborener Schaden des Schließmuskels kann gegeben sein. Zudem kann die Überproduktion der Magensäure sich aus Stress oder anderen Belastungen ergeben. Während Schwangere zu vorübergehendem Sodbrennen leiden, weil sich die Organe im Verlauf der Schwangerschaft verschieben und der Magen nicht mehr viel Platz hat, besteht bei Übergewichtigen, die ebenso betroffen sein können, das Risiko, dass das Sodbrennen zu einem dauerhaften Problem wird.

Die Schleimhaut wird durch die regelmäßig zurückfliegende Magensäure angegriffen, denn sie ist im Gegensatz zum Magen nicht mit einer Schutzschicht ausgekleidet. Der unangenehme Geschmack, das Brennen in der Speiseröhre sind also nur die Symptome, die eine dauerhafte Schädigung der Speiseröhre zur Folge haben können. In der Regel tritt das Sodbrennen etwa zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme auf und Liegen oder Bücken kann diesen Reflux begünstigen.

Selten auftretend ist Sodbrennen kein gesundheitliches Problem und das Sodbrennen selbst stellt eine Beschwerde, aber keine Krankheit dar. Tritt der Reflex aber in der Woche mehrmals auf, kann die Speiseröhre durch die Magensäure regelrecht verätzt werden. Hierbei kann sich eine Speiseröhren-Entzündung entwickeln. Langfristig können die Zellen der Speiseröhrenschleimhaut durch den permanenten Angriff der Magensäure sogar entarten. Bis hin zum Speiseröhrenkrebs kann diese Belastung der Speiseröhre führen.

Vorbeugen gegen den Reflux lässt sich durch viele Faktoren. Eine gesunde Ernährung ist hier ebenso wichtig wie viel Bewegung und möglichst wenig Stress. Zudem sollte man bei häufig auftretendem Reflux auch einen Mediziner aufsuchen. In den meisten Fällen hilft es übrigens gegen den Reflux, die Lebensgewohnheiten zu verändern und beispielsweise Alkohol, Nikotin und Kaffee zu meiden. Üppige Mahlzeiten stellen eine weitere hohe Anforderung an den Mangen wie auch fettes und scharfes Essen, Fruchtsäuren sowie Schokolade. Die Meidung dieser Faktoren kann den Reflux oft ausschalten.

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