Wärme tut uns allen gut

Wohlfühlen im SommerIn unseren Breitengraden freuen wir uns über jeden Tag der uns einige warme Sonnenstrahlen vermacht. Doch dies ist leider viel zu selten der Fall und sobald der Herbst naht und es draußen so langsam dauerhaft kalt wird, ist es zudem schön, sich bei einer Tasse heißem Tee oder auch einem warmen Vollbad zu erwärmen. Denn Wärme fördert die Entspannung und das Wohlbefinden und deshalb wird sie auch therapeutisch bei vielen Beschwerden eingesetzt.

Die Mediziner erklären es damit, dass durch Wärme ein Teil des vegetativen Nervensystems stimuliert wird, der für die Erholung des Organismus da ist. Wärme erweitert Gefäße und Bronchien, senkt den Blutdruck, löst Muskelkrämpfe und lindert Schmerzen. Bei Verspannungen, Gelenkbeschwerden, Rücken- und Nackenschmerzen sowie bei Atemwegserkrankungen wirkt Wärme. Man muss nur vorsichtig sein bei Ganzkörperanwendungen wie Sauna,Vollbädern und Fangopackungen, denn diese können den Kreislauf belasten und interessanter weise strapaziert feuchte Wärme den Körper mehr als trockene.

Bei örtlich begrenzten Beschwerden wie Nacken-, Gelenk- oder Bauchschmerzen wird Wärme in Form von Wickeln, Umschlägen, Kompressen usw. zugeführt. Auch die guten alten Wärmflaschen oder Kürbiskernkissen können, auch zuhause angewandt, helfen. Sie helfen bei krampfartigen Bauchschmerzen und Regelschmerzen. Für Kinder gibt es sie sogar als lustige Kuscheltiere. Allerdings sollte man, so der Rat, ausschließen, dass es sich um eine Blinddarmentzündung handelt. Diese gehört natürlich sofort vom Arzt behandelt.

Es gibt sogar auch für den Hausgebrauch praktische Fangopackungen, die im Wasserbad oder in der Mikrowelle auf eine bestimmte Temperatur gebracht werden können und diese längere Zeit speichern. Noch länger wärmen Umschläge und Auflagen mit Aktivkohle und Eisenpulver. Beim Öffnen der Verpackung kommen die Substanzen mit Sauerstoff in Kontakt, so erläutert ein Experte. Durch eine chemische Reaktion erwärmen sich die Polster innerhalb von 30 Minuten auf 40 Grad auf und halten die Temperatur für acht bis zwölf Stunden. Das trägt dazu bei, auch tiefere Muskelschichten zu erreichen und Schmerzen effektiv zu lindern. Diese Thermoauflagen können auch problemlos unter der Kleidung getragen werden. Wärmesalben und -pflaster sollte man aber nicht auf geschädigter Haut anwenden, das kann bei empfindlichen Menschen zu starken Hautreizungen führen.

Auch das oben erwähnte Vollbad ist nicht nur entspannend, sondern kann auch der Gesundheit sehr nützen. Spezielle Badezusätze enthalten oft durchblutungsfördernde und entspannende ätherische Öle. Zu beachten ist, dass die Temperatur 36 bis 38 Grad nicht übersteigt und das Bad nicht länger als 20 Minuten dauert. Auch nach dem Vollbad sollte man dem Kreislauf zuliebe eine halbe Stunde ruhen. Allerdings wird von dieser Anwendung bei Fieber, niedrigem Blutdruck, Herzschwäche, Thrombosen und schweren Venenerkrankungen abgeraten.

Zusammengefasst hat die heimische Wärmetherapie, so gut sie ist, auch ihre Grenzen. Wenn die gesundheitlichen Probleme ernster Natur sind, ist der Arzt auf jeden Fall gefragt. Und dann ist auch die Betreuung durch medizinisch geschultes Personal erforderlich.

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / anouchka

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