Wie wurden früher Krankheiten geheilt?

wie wurden früher krankheiten behandeltDie moderne Medizin erweist sich in der heutigen Zeit als ungemein fortschrittlich und viele Krankheiten, welche noch vor wenigen Jahrzehnten zum Tod eines Patienten führten, können heutzutage problemlos geheilt werden. Jedoch waren auch unsere Vorfahren vielen Erkrankungen nicht hilflos ausgeliefert und bereits die Heiler der antiken Kulturen verfügten über ein umfangreiches Wissen bezüglich des menschlichen Körpers und der Heilung verschiedener Erkrankungen. Dieses alte Heilwissen stellt ohne Zweifel den Grundstock für die heutzutage übliche moderne Medizin dar.

Bereits früher wurden chirurgische Eingriffe durchgeführt

Zahlreiche Überlieferungen und auch archäologische Ausgrabungen belegen, dass bereits in den frühen Jahren der Menschheitsgeschichte kleine chirurgische Eingriffe am Menschen durchgeführt wurden. Selbstverständlich können diese Operationen nicht mit der Leistungsfähigkeit der heutigen Chirurgie verglichen werden, doch in Betracht auf die primitiven Mittel, welche die antiken Heiler zur Verfügung hatten, erweisen sich selbst kleine Operationen als wahre Meisterleistung. Die Operationen in der antiken Zeit wurden an den Patienten ohne jegliche Betäubung durchgeführt, da in diesen Zeiten noch keine Anästhesie zur Verfügung stand. Daher gestalten sich die Operationen für den Patienten zumeist sehr schmerzvoll.

Die Heiler verfügten über ein umfangreiches Kräuterwissen

Auch in Bezug auf die Pharmakologie konnten die Heiler der antiken Gesellschaften auf ein umfangreiches Wissen zurückgreifen, welches sich in den meisten Fällen auf einheimische Heilpflanzen bezog. Die verschiedenen Heilkräuter wurden von den Heilern häufig eigenhändig gesammelt und zu verschiedenen pflanzlichen Medikamenten weiterverarbeitet. Einige antike Hochkulturen, wie beispielsweise die Römer, betrieben jedoch auch einen aktiven Handel und sogar den Import von nicht einheimischen Heilpflanzen. Viele dieser Heilkräuter werden auch heute noch sowohl von der Schulmedizin als auch von Alternativtherapeuten für die Behandlung ihrer Patienten eingesetzt.

Der Aberglaube war im alten Heilwissen fest verankert

Überlieferungen der alten Kulturen zeigen jedoch auch auf, dass das zu dieser Zeit übliche Heilwissen auch sehr viel Aberglaube und zudem Fehlinterpretationen bezüglich der verschiedenen Krankheitszustände enthielt. Ein gutes Beispiel hierfür stellt der lange praktizierte Aderlass dar. Die Mediziner vertraten die Meinung, dass eine bestimmte Krankheit über das Blut des Patienten ausgeschieden werden konnte und daher wurde den Patienten häufig eine nicht zu verachtende Menge Blut abgenommen. Heute weiß man, dass diese Technik selbstverständlich das Gegenteil bewirkt und eher zur Schwächung des Patienten beiträgt. Des Weiteren wurden vor allem bei vielen Naturvölkern Krankheiten auf böse Geister und Dämonen zurückgeführt und daher vollzogen die Heiler dieser Völker häufig recht bizarre Rituale, welche die Geister, Dämonen und somit auch die Krankheit austreiben sollten. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Schamanen tatsächlich Erfolge mit ihren Heilritualen erzielten, was heutzutage immer noch bei vielen Naturvölkern beobachtet werden kann.

Kennen Sie noch weitere Irrtümer oder auch Leistungen der antiken Medizin? Dann hinterlassen Sie unseren Lesern doch einen Kommentar und berichten Sie darüber!

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / Yuri_Arcurs

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