Wozu braucht der Körper Jod?

Jod ist innerhalb des menschlichen Organismus ein unentbehrlicher Bestandteil. Die Jodversorgung erfolgt über die Nahrung. Die höchste Konzentration an Jod findet sich im menschlichen Körper in der Schilddrüse und dort ist das Jod unter anderem für die Hormone Thyroxin und Triiodthyronin sehr wichtig. Jodmangel in Nahrung und Trinkwasser macht sich langfristig optisch durch das Auftreten des sogenannten Kropfes an der vorderen Halsseite bemerkbar. Vorbeugend gegen den Jodmangel empfehlen Ernährungsexperten den Verzehr von Seefisch mindestens einmal wöchentlich und darüber hinaus eine Verwendung von Jodsalz in der Küche. Gerade Deutschland ist ein Jodmangelgebiet und so ist hier eine Versorgung mit Jod über eine angereicherte Nahrung notwendig.

Jod hat sowohl auf das Wachstum als auch auf die Zellteilung im menschlichen Körper entscheidenden Einfluss.

Aus dem Magen-Darm-Trakt wir das Jod mittels Blutversorgung in die Schilddrüse eingebracht und dort in die Schilddrüsenhormone eingelagert. Diese Schilddrüsenhormone wiederum werden in der Schilddrüse gespeichert und im Bedarfsfall wiederum über das Blut in den Organismus weitergegeben.

Jodmangel wirkt sich sowohl auf das Wachstum als auch auf die Entwicklung des Körpers negativ aus.

Besonders in der kindlichen frühen Entwicklungsphase, die in der Embrionalzeit beginn und bis in das Kindesalter hineinreicht, kann ein Jodmangel sowohl körperliche als auch geistige Unterentwicklung bewirken. So ist eine umfassende Jodversorgung gerade in der ersten Lebensphase besonders wichtig und Schwangere sollten in ihrer Ernährung zugunsten der kindlichen Entwicklung auf eine umfassende Jodversorgung achten.

Liegt bei Erwachsenen ein Jodmangel vor, so zeigt sich dieser bei geringem Mangel noch nicht.

Der Jodmangel generell verläuft schleichend, anfangs werden keine Beschwerden. Der Jodbedarf eines Erwachsenen liegt bei rund 200 Mikrogramm täglich. Kinder bis zu etwa dem 13. Lebensjahr benötigen zwischen 100 und 200 Mikrogramm, während bei Schwangeren und Stillenden der Jodbedarf erhöht ist und bei etwa 230 bis 260 Mikrogramm täglich liegt. Werden diese Jodmengen nicht zugeführt, zeigt der Körper langfristig starke Müdigkeit und Antriebsarmut. Bei Kindern sind Entwicklungs- und Wachstumsstörungen zu verzeichnen. Gesteigertes Schlafbedürfnis, Konzentrationsstörungen sowie starke Kälteempfindlichkeit und auch Verstopfung sind weitre Symptome, die sich bei längerfristigem Jodmangel einstellen können. Insgesamt zeigt sich bei Menschen mit Jodmangel eine verlangsame Aktivität und eine reduzierte Aufmerksamkeit.

Spätere und langfristige Folgen von Jodmangel sind eine kühle und trockene Haut, die sehr oft blass und eher teigig wirkt, da sich durch Jodmangel auch Flüssigkeitsansammlungen im Unterhautfettgewebe ergeben. Der Mediziner spricht bei diesem Hautbild von einem sogenannten Myxödem. Letztlich kann dieses Ödem auch Einflüsse auf die Stimme und die Stimmbänder nehmen. Die Stimme klingt in diesem Falle heiser und durch das Ödem, das sich in der Zunge bildet, wirkt auch die Sprache von Personen mit starkem Jodmangel sehr verwaschen und undeutlich. Da ältere Menschen einen geringeren Jodbedarf als Kinder und junge Menschen haben, ist der Jodmangel bei ihnen häufig nicht so ausgeprägt vorhanden. Hier sind eher Kraftmangel, Verstopfung und Kälteempfindlichkeit zu verzeichnen.

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