Zuwenig Schlaf macht krank

Übermüdet und krankEs ist nach wie vor ungeklärt, warum wir eigentlich schlafen. Fest steht, wer dauerhaft zu wenig schläft, hat oft Erinnerungslücken, also kann das Gedächtnis leiden. Eine sogenannte Gen-Expressions-Studie hat beispielsweise nachgewiesen, dass das Gehirn scheinbar die Erlebnisse des Tages im Schlaf überarbeitet und neu speichert.

Aber das ist längst nicht alles. Bei der Studie wurde einer Gruppe von Freiwilligen eine Woche lang nur sechs Stunden Schlaf pro Nacht erlaubt. Eine zweiten Gruppe durfte ausreichend schlafen. Am Ende der Woche machten beide Gruppen eine Nacht durch. Danach wurde den Teilnehmern Blut abgenommen. Dort findet man, so wird erklärt, eine Art Informationskopie der Gene aus dem Zellkern, sog. RNA. Sie transportiert die Information der Gene aus den Zellen durch den Körper und regelt damit alle möglichen Funktionen. So konnte man nun ablesen,dass sich die Genaktivität im Zellkern nach einem einwöchigen Schlafdefizit erheblich verändert hatte, vom Stoffwechsel bis zum Stress.

So kommt man zu der Erkenntnis, dass sich deswegen Menschen mit chronischem Schlafmangel schon nach kurzer Zeit krank fühlen. Es könne auch sein, so hat man erforscht, dass ein chronischer Schlafmangel eine Rolle in der Entstehung und dem Verlauf der Alzheimerkrankheit spielt.

Also ist Schlaf in jeder Hinsicht wichtig, und Schlafmangel muss behandelt werden. Ein Schlafexperte vertrat kürzlich auf einem Kongress die Meinung, man solle es mit Melatonin versuchen. Der Stoff regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus im Gehirn. So könnte eine Behandlung nebenwirkungsärmer sein als übliche Therapien. Das müsste aber ein Arzt abklären, darum den Arzt des Vertrauens fragen!

Beste Grüße
Sabine Hertz
Hot-Fit Redaktion

Bild © by istockphoto.com / alvarez

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