Cola-Kraut – Eberraute, ein altes Hausmittel kehrt zurück

cola-krautDie Eberraute kehrt wieder in die Therapielandschaft zurück. Man kann sie übrigens auch als Gewürz einsetzen. Den Namen Cola-Kraut hat die Eberraute sich aufgrund ihres eigentümlichen Aromas erworben, das stark an die bekannte Limonade erinnert. Lange Zeit war sie hierzulande nicht zu bekommen, das lag an der unsicheren politischen Situation im Balkan, ihrem Hauptverbreitungsgebiet.

Früher wurde die Eberraute in der Therapie von Haarausfall, Tuberkulose und Gelbsucht verwandt. Man legte sogar damals ihre Blätter auf die Anklagebank des Gerichtssaals, damit die dort Sitzenden keine Krankheiten verbreiten konnten. Das wurde zwar nicht wissenschaftlich bestätigt, aber trotzdem bietet die Pflanze vor allem einen gewissen Schutz bei Krankheiten, die „durch die Nase“ gehen.

Da gibt es eine neuere Studie der schwedischen Universität von Lund. Man ließ zwölf Heuschnupfen-Patienten jedes Mal, wenn sich ein akuter Schub bei ihnen einstellte, Eberraute als Nasenspray sprühen. In allen Fällen habe sich eine sofortige Linderung von Niesreiz und Schnupen gezeigt, so erklären die Wissenschaftler. Auch bei dem für Heuschnupfen typischen Augenbrennen zeigte sich in der Hälfte der Fälle eine Besserung.

In einer anderen Studie aus Schweden fand man für vier Eberrauten-Inhaltsstoffe einen entspannenden Effekt auf die Muskeln der Bronchien. Auch das könne für Pollenallergiker hilfreich sein, bei Husten oder sogar bei kurzfristiger Atemnot. Selbst bei nicht allergischem, sondern infektiösen Schnupfen kann die Eberraute unterstützen. Das Kraut scheint also das Immunsystem zu stärken, hautpsächlich durch die enthaltenen Flavonole. Da gibt es sogar eine Laborstudie, dass die Eberraute den sog. Staphylococus aureus Keim bezwingt,m dieser kann u.a. Lungenentzündung auslösen.

Vor allem das regelmäßige Trinken  von Eberrauten-Tee kann die Infektanflälligkeit reduzieren. Dazu einen gehäuften Teelöffel Cola-Kraut (aus der Apotheke) mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Drei Tassen pro Tag trinken. Da der Tee etwas herb schmeckt, sollte man mit etwas Honig süßen.

Bild fotolia.de / © StefanieB

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