Der Sommer ist da (na, hier und da zumindest), die Sonne steht hoch (hin und wieder) und vielen Menschen wird der Speck einfach zu viel. Wenn es wärmer wird, werden wir aktiver und wünschen uns die überflüssigen Pfunde weg. Das Fasten ist dabei ein neuer Trend. Es entgiftet nicht nur den Körper, es säubert auch den Geist – so versprechen es die meisten Werbeanzeigen.
Unter dem Begriff „Fasten“ versteht man das freiwillige Verzichten auf Genussmittel, also Nikotin und Alkohol und feste Nahrungsmittel über eine bestimmte Zeit. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Fastens. Die Nulldiät ist dabei die strengste und härteste Form. Pro Tag darf man bis zu drei Liter Wasser, Tee oder Mineralwasser zu sich nehmen. Diese Form des Fastens ist aber auch sehr gefährlich und sollte niemals ohne Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden.
Kohlenhydratreduzierte Diäten nennt man im Fachjargon Diäten nach dem “Low-Carb”-Prinzip. Bekanntester Vertreter ist Robert Atkins, der die nach ihm benannte Atkins-Diät in den siebziger Jahren populär machte und bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
Nach dem Atkins-Prinzip wird die Aufnahme von Kohlenhydraten drastisch reduziert, anfangs bis auf maximal 20 Gramm am Tag, später wird diese Menge langsam gesteigert. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel sind vor allem Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot, Kuchen, Hülsenfrüchte und Süßigkeiten. Erlaubt sind unbegrenzt Fette und Proteine, neben Kohlenhydraten die beiden anderen Hauptbestandteile menschlicher Nahrung. Beispiele hierfür wären Fleisch, Fisch, Käse und Eier. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, empfiehlt Atkins die Zufuhr von Mineralien und Vitaminen durch entsprechende Zusatzpräparate. Unterstützt wird die Diät durch Sport. Auch ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von hoher Bedeutung.
Viele Diätratgeber setzen auf eine relativ neue Variante des Abnehmens, die auch noch als sehr entspannt eingestuft werden kann. Vom Abnehmen im Schlaf ist hier die Rede. Hinter dem wohlklingenden Versprechen, im Schlaf abnehmen zu können, steht aber sehr wohl eine Veränderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, damit die Gewichtsabnahme auch wirklich funktioniert.
Ziel der Methode, die Schlaf Kilos zu verlieren, ist es, dass die Hormone sowie der natürliche Bio-Rhythmus des Körpers genutzt werden, um die Abnehmphase zu begleiten. Im Schlaf findet die Verdauung von Fett statt und so ist es hier das Ziel, genau diese Schlafphase zunutzen und dabei effektiver an der Fettverbrennung im Schlaf zu arbeiten.
Low Carb Diäten wurden in den USA erfunden. Die erste war die Atkins-Diät. Teilnehmer mussten völlig auf Kohlenhydrate verzichten. Fett- und eiweißreiche Lebensmittel durften sie ungezügelt essen.
Ernährung ist aber nicht ausgewogen, wenn sie vor allem aus Eiern und Fleisch besteht. Mangelernährung kann zu ernsthaften Mangelzuständen führen. Vitamine und Mineralstoffe sind in besonders hohen Konzentrationen in Obst und Gemüse enthalten. Dieses Problem berücksichtigen neuere Versionen der Low Carb Diät. Zum Beispiel dürfen Teilnehmer der Logi Diät oder der Glyx Diät in Maßen auch Obst und Gemüse essen.
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Spät essen
Die These, dass spätes Essen besonders dick mache, kursiert noch immer unter Abnehmwilligen. Tatsache ist allerdings, dass allein die tägliche Energiebilanz und eben die über den ganzen Tag aufgenommenen Kalorien über Ab- und Zunahme entscheiden. Lediglich ein unangenehmes Völlegefühl kann sich einstellen, wenn am späten Abend noch reichhaltige Mahlzeiten aufgenommen werden.
Gezieltes Problemzonentraining
Wenn Problemzonen wie Bauch, Beine und Po besonders intensiv trainiert werden, verschwindet das ungeliebte Fett hier besonders schnell – ein angenehmer Glaube ohne Wahrheitsgehalt ist dies. Es wird lediglich dafür gesorgt, dass die Muskelgruppen hier straffer werden. Beim abgebauten Fett handelt es sich bei diesem gezielten Training allerdings ausschließlich um geringe Mengen lokalen Muskelfettes – die auf die Gesamtfigur keinen nennenswerten Einfluss haben.